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Die Behandlung des Fußpilzes
Scheu ist hier ein falsches Gefühl! Deuten die Anzeichen - Rötung, kleine Pusteln, Bläschen, Jucken - auf einen Fußpilzbefall hin, so ist es sinnvoll, einen Arzt zur Klärung der Lage aufzusuchen. Es gibt inzwischen eine große Anzahl sehr wirksamer Salben, Puder und Tinkturen, sodass vor allem im frühen, akuten Stadium schnelle und gründliche Hilfe zu finden ist. Wer lieber noch nicht sofort zum Arzt möchte, kann bei einer akuten Infektion folgende Selbstbehandlung vornehmen: man besorgt sich diese Zutaten: 7 gr Beinwellblätter, 7 gr kanadische Gelbwurzel und 7 gr Pfefferminzblätter. Beim Apotheker bekommen Sie diese Kräuter unter den lateinischen Namen Symphytum officinale, Hydrastis canadensis und Mentha piperata. Sie geben diese Zutaten in 1 Liter kochendes Wasser, lassen das Ganze 1/2 Stunde ziehen, sieben dann den Sud 2x durch ein Mulltuch und kühlen ihn auf Zimmertemperatur ab. In einem gut schließenden Glas können Sie den Teesud 2 Tage aufbewahren. Bitte nicht länger! Wichtig ist, daß Sie kein Fußbad mit der Lösung veranstalten, sondern folgendermaßen vorgehen: Sie umwickeln den befallenen Fuß mit einer leichten Mullbinde, legen das Bein entspannt hoch und tränken die Mullbinde mit dieser Lösung. Vollständig trocknen lassen und den ganzen Vorgang mehrfach wiederholen. Sollte Ihre Haut gereizt werden, bitte abbrechen. Das geschieht aber sehr selten, fast immer heilt diese Lösung die Infektionen, lindert den Juckreiz und läßt nässende Stellen austrocknen.
Sollte nach 24 bis max. 48 Stunden keine deutliche Besserung eintreten, gehen Sie bitte zum Arzt. Dorthin gehen Sie auch besser, wenn Sie den alten Hausmitteln nicht trauen oder aber Sudbereitung oder -anwendung zu aufwändig und umständlich finden.
Bei akutem Befall, der sich noch im Anfangsstadium befindet, ist auch ein Präparat, das der Apotheker empfiehlt, oft ausreichend. Salben auf der Basis der Substanz Clotrimazol sind rezeptfrei zu kaufen. Aber bitte, sobald die Fußnägel mitbetroffen sind oder große Teile des Fußes, dann ist ein Termin beim Hautarzt unabdingbar!
Das bisher Gesagte gilt für das akute Stadium einer Pilzerkrankung, beim subakuten, d. h. die Erkrankung liegt zwischen akutem und chronischem Verlauf, cremen Sie Ihren Fuß mehrmals täglich mit einer selbst herzustellenden Kräutersalbe ein.
Auch bei abgeheilter akuter Infektion ist das vorbeugend hilfreich. Ihre Füße sollten vor dem Eincremen kühl und trocken sein.
Und so bereiten Sie die Salbe zu: Nehmen Sie 1 Liter kaltgepresstes Distel- oder Sonnenblumenöl, 15 g Beinwellblätter (s. Kräuterlösung oben), 15 g Kanadische Gelbwurzel, 15 g Pfefferminzblätter, vermischen das Ganze in einem großen Topf, erwärmen die Mischung bei sehr, sehr niedriger Temperatur. Morgens mit der Prozedur zu beginnen ist sinnvoll, da Sie nun 12 bis 24 Stunden die Mischung warmhalten müssen. So lösen sich die natürlichen Heilstoffe in das Öl, größere Hitze würde alles zerstören. Das angereicherte Öl filtern Sie 2 mal durch ein sauberes Mulltuch. Nun geben Sie noch den Inhalt von Vitamin E-, A- und D-Kapseln hinzu. Je Vitamin sollten es mindestens 25.000 bis 50.000 I.E. sein. Ihr Apotheker hilft Ihnen gerne. In ein verschließbares Glas (z.B. Einmachglas) umfüllen. Bis zu 6 Monate können Sie die Salbe im Kühlschrank aufbewahren. Ihre "Tagesration"füllen Sie am besten in ein kleines sauberes Döschen ab. Dreimal täglich bitte vorsichtig, aber vollständig in die Haut einmassieren. Außer bei Pilzinfektion ist diese antimykotische, antibakterielle Salbe auch bei Bienenstichen, kleinen Schnitt- und Kratzwunden hilfreich.
Leider kommt es durch Nichtbeachten früher Anzeichen doch nicht selten zum chronischen Fußpilz. Nicht verzagen! Auch hier beginnen wir damit, den Fuß 3 bis 4 mal täglich mit obiger Kräutercreme zu salben. Haben Sie Geduld, vergessen Sie keinen Tag das Eincremen, aber wenn nach spätestens 6 Wochen der Fußpilz sich nicht von Ihnen verabschiedet, unbedingt zum Hautarzt gehen. Die weiter vorn beschriebenen Vorbeugungsmaßnahmen betreffs Schuhen und Strümpfen sollten Sie ganz besonders exakt einhalten. Ernähren Sie sich in dieser Zeit auch besonders vitamin- und mineralstoffreich - das unterstützt den Heilprozess.
Für Familienmitglieder ist der Fußpilz nur dann eine Gefahr, wenn Sie nicht auf konsequente Hygiene und konsequente Behandlungseinhaltung achten