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1. Fusspilz allgemein
2. Vorbeugung
3. Behandlung
4. Zusammenhang mit anderen Krankheiten des Fusses
5. Der schöne und gesunde Fuß

Der Fußpilz, dein Begleiter auf Schritt und Tritt

Den Fußpilz heute als Volkskrankheit zu bezeichnen, wäre gar nicht so falsch, trifft es doch so gut wie jeden ein- oder mehrmals im Leben, den ungeliebten Fußbegleiter um und zwischen den Zehen zu finden. Zuerst empfinden wir nur ein unbehagliches Gefühl, mit der Zeit juckt es uns immer mehr, wir kratzen uns, aber das Jucken kehrt zurück. Dieses Jucken ist leider fast immer das Erkennungszeichen für eine Fußpilzinfektion. Jeder kann befallen werden, das Kleinkind, der Sportler, der ältere Mensch.
Wie der ganze Körper, so ist auch der menschliche Fuß ein "Biotop" von Mikroorganismen, dazu gehören Bakterien und Pilze. Im Normalzustand ist das Gleichgewicht zwischen den um ihr Überleben kämpfenden Mikroorganismen gut austariert, dieses Gleichgewicht ist aber ständigen Angriffen ausgesetzt. Was aber bewirkt, daß manche - man spricht von jedem Dritten- von Fußpilz befallen werden, andere aber nicht?

Die Pilzinfektion beginnt damit, daß die stets vorhandenen Erreger in geschwächtes Gewebe eindringen können. Kleine Risse an der Hautoberfläche, kleine Verletzungen, eine Veränderung der chemischen Zusammensetzung des Schweißes- schon ist die Schutzbarriere durchbrochen und der Fußpilz (tinea pedis) befällt die Haut. Fadenpilze, sog. Dermatophyten, breiten sich aus, mit Vorliebe in verhorntem Gewebe. Von der obersten Hautschicht aus nistet sich der Pilz in die gesunden Hautschichten ein und zerstört diese langsam. Jetzt reagiert der Körper, nämlich mit einer Entzündung, die Haut wird rot, schuppt sich und juckt. Am häufigsten befallen diese Entzündungen die Zehenzwischenräume. Der Fußrand, die Zehenoberseite und die Fußsohlen sind ebenfalls gefährdet, höchst selten der Fußrücken. Zeigen sich hier entzündliche Veränderungen, handelt es sich fast immer um andere Erkrankungen.
Leider kann der Fußpilz sogar die Fußnägel befallen, da auch diese Teil der Haut sind. Die Nägel werden gelblich oder schwarz oder sie verdicken sich stark. Sie können auch absterben, das hat zur Folge, daß der ganze Nagel sich vom Fuß löst.
Wir unterscheiden bei der Fußpilzinfektion das akute Stadium, das subakute und das chronische. Wir sollten alles daran setzen, das akute Stadium schnell zu erkennen und zu behandeln, um auf keinen Fall in das chronische Lager zu wechseln.
Merkwürdig ist, daß, obwohl wie oben dargelegt, eine hohe Fußpilzdurchseuchung besteht, doch eine Scheu existiert, über Pilzinfektionen am Fuß zu sprechen. Auf der einen Seite wird der Befall häufig ignoriert, zum anderen besteht ein Tabu, sich als Betroffener zu offenbaren.
Könnte es sein, daß - ähnlich wie bei Kopflausbefall -die Furcht besteht, als Mensch zu gelten, der seiner körperlichen Hygiene nicht ausreichend nachkommt? In beiden Fällen eine unbegründete Wahrnehmung des Problems!

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